Inhalte meines Notizblockes:              Gedanken und Inspirationen zu verschiedenen Themen, die mich bewegen.

Viel Spaß und bunte Anregungen beim Stöbern!

Frauentag

Frauen, Männer, Partnerschaft

 

Erinnern wir uns an die Frauen, die mutig voraus gegangen sind und denen wir heute so viel zu verdanken haben.

 

Die Suffragetten und Suffragistinnen.

 

1897 wurde die National Union of Women's Suffrage Societies (NUWSS ), auch bekannt als Suffragistinnen (von englisch/französisch suffrage „Wahlrecht“),

durch den Zusammenschluss der Nationalen Zentralgesellschaft für Frauenwahlrecht und des Zentralkomitees der Nationalen Gesellschaft für Frauenwahlrecht unter der Führung von Millicent Fawcett im Vereinigten Königreich gegründet. 

 

Die Organisation war demokratisch organisiert und zielte darauf ab, das Frauenwahlrecht auf friedlichem und rechtlichem Wege zu erreichen, insbesondere durch die Einführung von Gesetzentwürfen und die Abhaltung von Sitzungen zur Erläuterung und Förderung ihrer Ziele.

 

1903 trennte sich die soziale und politische Union der Frauen (Women's Social and Political Union, WSPU, die "Suffragetten"), welche militante Maßnahmen ergreifen wollte, von der NUWSS.

 

Die Mitglieder der WSPU, traten unter dem Motto "Votes for Women" vehement für das Wahlrecht der Frauen ein. Gegründet wurde sie von Emmeline Pankhurst, die sich für mehr direkte Aktionen und zivilen Ungehorsam einsetzte. 1906 prägte ein Reporter der Daily Mail den Begriff „Suffragette“, um Frauen, die sich für das Frauenwahlrecht einsetzen, herabzusetzen. Die wehrhaften Frauen drehten den Spieß um und benutzen fortan den Begriff als Titel für ihre eigene Zeitung. Sie unterbrachen und störten Politiker bei ihren Reden, versuchten, das Parlament zu stürmen, ketteten sich an Geländer, schlugen Fenster ein und führten eine landesweite Bomben- und Brandstiftungskampagne durch. Bei Verhaftungen wurden sie von der Polizei angegriffen und sexuell belästigt. Während ihrer Inhaftierung traten viele in den Hungerstreik, worauf die Regierung mit Zwangsernährung reagierte. Die erste Suffragette, die zwangsernährt wurde, war Evaline Hilda Burkitt.

 

Weltweite Schlagzeilen machte der Tod von Emily Davison, als sie 1913 beim Epsom Derby vor ein Pferd lief. Erst dann erhielten sie die volle Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. 

Die Geschichte dieser Frauenbewegung wird meisterlich umgesetzt in dem Film: Suffragette - Taten statt Worte, der Regisseurin Sarah Gavron aus dem Jahr 2015.

Wer ihn noch nicht gesehen hat, schaut ihn euch an – Gänsehautgarantie. Es führt einen vor Augen, was für uns heute alles so selbstverständlich ist, dabei ist diese Geschichte noch gar nicht so lange her. Zum Filmtrailer, hier entlang.

 

Wahnsinn, lasst euch folgendes „auf der Zunge zergehen“:

  • In Österreich trat das allgemeine Wahlrecht für Frauen 1918 in Kraft.
  • 1975 wird der Schwangerschaftsabbruch bis zum dritten Monat entkriminalisiert. D.h. vorher machte sich eine Frau bei Abbruch der Schwangerschaft strafbar. (Fristenlösung).
  • 1975 kommt es zu einer Familienrechtsreform, die stellt Frauen und Männer rechtlich gleich. Frauen dürfen von nun an (!!) ohne Zustimmung des Mannes (oder Vaters) arbeiten, über den Wohnsitz mitentscheiden und den Familiennamen wählen. 

 

Was für ein Meilenstein in der Partnerschaft!

Heute reden wir so selbstverständlich von einer Kommunikation auf Augenhöhe.

 

Ich bin 1971 geboren. D.h. meine Mutter durfte, bis ich 4 Jahre alt war, nicht ohne Erlaubnis meines Vaters einer Arbeit nachgehen. Also war in der Ehe/Partnerschaft meiner Eltern schon von außen keine Rede von Augenhöhe.

Ich bin auch mit den klassischen Rollenbildern aufgewachsen. Mein Vater hat das Geld nach Hause gebracht, meine Mutter war Hausfrau und finanziell voll abhängig. Ich kann mich erinnern, dass sie immer „Haushaltsgeld“ bekam und für jeden Schilling (ja, damals waren es noch Schillinge) extra fragen musste. Das war immer ein Streitpunkt bei uns zu Hause. Es hätte sich wohl nie geändert aber mein Vater hatte 1988 einen schweren Autounfall und meine Mutter brauchte Zugriff auf das Bankkonto.

Auch die Aufgaben und Werte waren immer ganz klassisch verteilt. Ich hatte im Haushalt zu helfen, während mein älterer Bruder keinen Finger krumm machen musste. Das rief regelmäßig meinen rebellischen Geist auf den Plan und führte zu Familienstreit in der Endlosschleife 😊. Keiner wollte nachgeben.

 

So tragen wir alle unsere Glaubenssätze und Wunden in uns. Äußere Ermahnungen werden zu inneren Stimmen. All dies nehmen wir (meist unbewusst) mit in unser Leben, in unsere Liebesbeziehung. Dann triggert etwas, das unser Partner sagt und bähm, sind wir wieder 6, 8 oder 12 Jahre alt und „springen“ auf alte Muster und Rollen an. Dem anderen geht es genauso und schon sind wir in der schönsten Reaktionsspirale und keiner weiß wie ihm geschieht.

Doch wir können uns bewusst machen, dass wir jetzt selbst für unser Leben verantwortlich sind und dafür wie wir kommunizieren, mit dem anderen umgehen.

 

Soll es auf Augenhöhe sein?

 

Unsere Ahninnen haben dafür gekämpft, seinen wir stolz darauf! Auch die Männer, denn diese starken Frauen waren eure Großmütter, Mütter.

Werfen wir dieses Erbe nicht weg aber drehen wir auch nicht, aus unbewusster Rache, den Spieß um. 

 

Wie habt ihr die Rollenverteilung in eurer Kindheit wahrgenommen? Schreibt mir gerne eure Erfahrungen in die Kommentare!

 

Ich wünsche euch allen einen wundervollen Weltfrauentag - macht was draus ;-)

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Brustkrebs Sunshine Bingo

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Heute schreibe ich noch einen Nachzügler anlässlich des Brustkrebs-Monats Oktober.

 

Spät aber doch, liegt er mir ganz besonders am Herzen! Dieser Beitrag ist speziell für Angehörige, Freunde und Bekannte von Betroffenen und für alle Außenstehenden, die eventuell mit jemand der an Krebs erkrankt ist konfrontiert werden.

 

 

Wenn wir jemandem begegnen, der offensichtlich gerade von einer schweren Krankheit betroffen ist, werden wir mit unserer eigenen Endlichkeit, Verwundbarkeit und – ja, Sterblichkeit konfrontiert.

 

Das macht Angst, das macht Betroffen und berührt uns im tiefsten Inneren. Es rührt an unseren Urängsten, an unserem Wunsch, unserer Hoffnung unversehrt zu bleiben.

 

Deshalb fällt uns, ganz allgemein, der Umgang mit Menschen, die „aus der Norm schlagen“ (sei es durch eine lebensbedrohliche Krankheit, körperliche „Gebrechen“ oder kognitive Einschränkungen) oft schwer und löst Unbehagen aus. Meist sind wir uns gar nicht bewusst, was gerade in uns abläuft.

 

Dieser Blogartikel soll den Umgang mit Krebs-PatientInnen erleichtern und eine Brücke schlagen. Ich möchte Offenheit miteinander fördern und ein bisserl Unbeschwertheit in die Schwere bringen.

 

Dazu habe ich in der FB-Gruppe „Brustkrebs Österreich“ mit den Frauen ein wenig Brainstorming betrieben und wir haben gesammelt, was uns in der Zeit gut tut / gutgetan hat. Welche Sätze, welche Gesten waren wirklich hilfreich und unterstützend und was wünschen wir uns, welche Bedürfnisse haben wir, die wir vielleicht - so offen und ehrlich - noch nicht geäußert haben.

 

„Ja, warum habt ihr das nicht“, könnte der eine oder die andere jetzt sagen.

„Sagt’s doch einfach was ihr braucht.“

 

Doch so einfach, wie es sich anhört ist das nicht.

Viele können von Haus aus ihre Bedürfnisse und Wünsche nur schwer äußern, häufig bedingt durch Erfahrungen und Erziehung in der Kindheit. Als an Krebs Erkrankte hat man oft das Gefühl man belastet seine Umgebung ohnehin schon über Gebühr.

 

Wir möchten auch nicht als „krank und schwach“ wahrgenommen werden. Tatsächlich sind wir auch ganz schön stark! Viele haben schon ordentlich was hinter sich oder stecken gerade mitten drin. Trotzdem will man so gut wie möglich weiterarbeiten gehen, für seine Kinder da sein, den Partner nicht noch zusätzlich belasten. Deshalb ist es manchmal nicht so leicht „einfach zu sagen“ was man gerade braucht.

 

Deshalb schreibe ich diesen Blogartikel, um allem Ungesagten eine Stimme zu geben.

Dilemma

Brustkrebs, Empathie, Mammakarzinom, Brustkrebs Sunshine Bingo

 

Also, das scheint ein Dilemma zu sein. Was sollen Angehörige und Freunde denn tun, wenn sie nicht wissen was gebraucht wird?

 

Keine Angst, ihr werdet überrascht sein, denn es ist gar nicht so schwer, meist sogar ganz leicht.

 

 

Mir zum Beispiel hilft einfach die Haltung meines Mannes enorm. Er ist immer zuversichtlich und das ist nicht gespielt. Das sagt er mir immer wieder und das spüre ich ganz deutlich. Er hat einfach, ohne groß zu fragen, noch mehr von der täglichen Hausarbeit übernommen, obwohl er nach dem Lockdown (da war er eh zu Hause) oft spät heimkam. Und er strahlt diese unerschütterliche Zuversicht aus, er tröstet mich, wenn ich wieder ein Tief habe, nimmt mich in die Arme, wenn ich Angst habe und weine und bedauert mich, wenn ich gerade wieder mal im Selbstmitleid schwimme. Das hilft mir schnell wieder aus dem Loch zu kommen, fröhlicher zu sein und wieder in Kontakt mit meiner Stärke und eigenen Zuversicht zu kommen. Auch mein Bruder ist eine große Stütze für mich. Am Anfang war es total schwer, weil meine Diagnose genau in den Lockdown fiel und wir uns dann wochenlang nicht sehen konnten. Das war hart und wir haben uns sehr vermisst. Umso schöner war es, als wir uns endlich wieder treffen und sehen konnten. Und ja, irgendwann haben wir uns dann auch mal wieder umarmt und es hat verdammt gutgetan. Wir haben auch gemeinsam geweint und es war nicht nötig, dass er was dazu sagt.

 

Viele Frauen haben das ganz ähnlich erlebt. Ein von Herzen kommendes „Augen zu und durch. Wir schaffen das!“ gibt einem Kraft und Geborgenheit.

 

Auch die Haltung meiner Ärzte (und natürlich auch meine Prognose) helfen mir positiv zu bleiben. Mein Radiologe und mein Chirurg im Spital sind einfach der Hammer! Auch sie strahlen eine Ruhe und Zuversicht aus. Vor allem mein Radiologe hat mich immer wieder beruhigen können und mich als Katharina Wanha und nicht als Patientin xy wahrgenommen. Doch auch die Onkologen und alle anderen Mitarbeiter des Krankenhauses waren freundlich, verständnisvoll, haben geduldig meine zahllosen Fragen beantwortet und waren mitfühlend.

 

Ähnliches hat eine andere Betroffene erlebt: »Ein wichtiger Satz kam von meinem Radiologen als er mir die Diagnose mitteilte und sagte: "Du kannst nichts dafür! Es trifft dich einfach und wir helfen dir" Er fragte auch ob ich Vertrauen zu ihm und in dieses Krankenhaus habe, denn wenn dieses Gefühl nicht passt, dann hilft er mir sofort einen "passenden Arztkollegen" zu finden. Er ist ein sehr feinfühliger Mensch.«

Götter oder doch Engel in weiß?

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Brustkrebs Bullshit Bingo

Brustkrebs, bösartiger Tumor, gutartiger Tumor, Krebs, Brustkrebsrisiko

 

Hallo, ich freue mich über dein Interesse für dieses wichtige und nicht ganz leichte Thema! Angeregt durch ein Buch von Sabine Dinkel (Gute Tage trotz Krebs) habe ich in der Facebook Gruppe "Brustkrebs Österreich" nachgefragt, was die für sie unsensibelsten Sprüche waren, welche die betroffenen Frauen zu hören bekamen.

 

Der Artikel wird diesmal etwas länger, da auch die Stimmen von den Betroffenen miteinfließen. Also, mach dir vielleicht noch schnell einen Tee oder Kaffee, dann geht’s los.

Krebs macht Angst - uns allen

Viele Menschen sind überfordert, wenn man ihnen sagt, dass man Brustkrebs hat. Diese Überforderung kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen wird diejenige/derjenige mit den eigenen Ängsten konfrontiert.

 

Krebs ist eine Erkrankung die Angst macht.

 

Zum anderen kann es Beklommenheit auslösen, weil man nicht so richtig weiß, was man im ersten Augenblick sagen soll. Vielleicht wird man überwältigt von Sorge um den anderen oder man fühlt sich ohnmächtig. Eventuell fühlt man sich auch unter Druck jetzt was „Positives“, was „Hilfreiches“ oder was „Aufbauendes“ sagen zu müssen. Einerseits, um die Erkrankte zu beruhigen, andererseits um sich selbst zu beruhigen. Um das „Angstmonster“ in der eigenen Brust nieder zu ringen, indem man sich (und dem anderen) einzureden versucht: »Ist ja nicht so schlimm!«

 

Und ganz ehrlich: vor Jahren hab ich auch mal was gesagt, mit dem ich voll ins Fettnäpfchen getreten bin. Nach der niederschmetternden Diagnose meines Vaters mit Metastasen in der Leber und der Wirbelsäule (inklusive pathologischer Wirbeleinbrüche mit höllischen Schmerzen) sagte ich zu ihm: »Du bist doch immer ein Kämpfer gewesen!« Ich hatte eine verdammte Angst um ihn, ich wollte mich nicht „verabschieden müssen“, wollte, dass er bei mir bleibt und es schafft...

Mein Vater hat sehr ungehalten darauf reagiert. Er habe sein Leben schon gelebt, schon genug getan, dann solle es eben jetzt so sein (er war damals im neunundachtzigsten Lebensjahr). Ich habe es nicht gleich verstanden aber akzeptiert. Er hat dann noch viele Monate „gekämpft“. Heute weiß ich genau, wie er sich gefühlt hat.

Diese eigene, unbewusste oder schnell unterdrückte Angst, wenn man mit jemandem, an Krebs erkrankt ist, konfrontiert ist, kann übermächtig werden. Oft kommen dann ungefilterte und unbedachte Worte. Anders möchte ich mir folgenden Satz, den eine Betroffene von einer Frau gehört hat, als sie im Sommer mit Glatze durch ihren Ort gegangen ist, nicht erklären: »Setz bitte deine Haare oder eine Mütze auf, ich will das nicht sehen und es muss keiner wissen, dass du Krebs hast.« Das ist sicher eine traurige Wahrheit. Wir alle wollen nicht mit schweren Themen, wie Krankheit, Verlust, Tod und Trauer konfrontiert werden. Sie werden tabuisiert und doch sind sie Teil unser aller Leben. Wir haben keine Kontrolle darüber und das macht uns Angst.

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Diagnose Brustkrebs und Partnerschaft

Brsutkrebs, Angst, schlimme Diagnose, Krankheit

» „So wie das aussieht und sich mit Kontrastmittel anreichert, ist es, meiner Erfahrung nach, was Bösartiges.“

 

Die Worte des Radiologen zu meinem MR-Befund klingeln in meinen Ohren. Ich habe Brustkrebs? Ich merke wie ich zu schwanken beginne, zum Glück sitze ich noch auf dem Untersuchungsbett. Dann stehe ich auf, irgendwie, ferngesteuert, bin wie in Trance. Ich spüre seine Hand auf meiner Schulter – es hat etwas Tröstliches aber auch etwas Endgültiges, Vernichtendes.

Im Wartezimmer sind andere Menschen. Im selben Raum - aber ich bin Lichtjahre von ihnen getrennt. Es kommt mir so vor, als wären die Welten verschoben. Ich sehe die anderen, aber sie können mich nicht sehen. Nicht wirklich. Nicht so wie ich jetzt bin, mit diesem „Makel“ mit dem Damoklesschwert über mir. Ich brauche meine ganze Kraft, um die Fassung zu bewahren. Bezahle und nehme meinen schriftlichen Befund entgegen. „Alles Gute!“ wünscht mir wer. Was ist jetzt noch gut? Im Auto breche ich dann zusammen…«

Berg- und Talfahrt

Mit so einer Diagnose steht für jeden Menschen die Welt von einer Sekunde zur nächsten auf dem Kopf. Der Boden wird dir unter den Füßen weggezogen und du stehst unter Schock. Was vorher noch so wichtig erschien ist jetzt keinen Gedanken mehr wert. Ein Spießrutenlauf beginnt.

 

Von einem geäußerten Verdacht bis zur gesicherten Diagnose „Mammakarzinom“ vergehen im besten Fall zwei bis drei Wochen. Wochen voller Angst und Unsicherheit vor allem was sein kann und sein wird. Das Gefühl der Ohnmacht und die Handlungsunfähigkeit lassen diese Tage wie Monate erscheinen. Die endgültige Diagnose bringt, auch wenn es die Schlimmste ist, die man sich vorgestellt hat, paradoxerweise Erleichterung. Jetzt gibt es einen Plan, jetzt ist endlich die Zeit des Handelns. 

Diagnose Brustkrebs, Bergundtalfahrt der Gefühle

 

Mit der Therapie beginnt eine schwere Zeit, die geprägt ist von körperlichen Beschwerden und Schmerzen, die mal mehr und mal weniger ausgeprägt sind, von einer Berg- und Talfahrt der Gefühle und einem ständigen Gedankenkarussell.

 

Dieses permanente körperliche, mentale und seelische Auf- und Ab setzt nicht nur der Betroffenen zu, es ist auch für den Partner und die Beziehung manchmal eine ziemliche Belastung. Brustkrebs (jeder Krebs) ist eine lebensbedrohliche Erkrankung und Phasen voller Wut und Aggression wechseln sich ab mit tiefer Verzweiflung, Angst um dein Leben und Selbstmitleid. Und all dies ist normal und darf sein.

 

In solchen Ausnahmesituationen schwerer Krankheit machst du auch die Stufen der Trauerphasen durch, wie eben Wut und Zorn, Nicht-wahr-haben wollen und Anklagen.

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Warum du gerne Fehler machen solltest.

„WAS? Warum zum Teufel sollte ich Fehler machen wollen!?“ denkst du vielleicht entrüstet.

Fehler will man doch vermeiden! Das bekommen wir auch jahrelang so eingetrichtert.

Fehler gehören ausgemerzt. Mit Rotstift und schlechter Be-Wertung wird ihnen zu Leibe gerückt.

Das nächste Mal müssen wir besser sein, es besser machen. Optimalerweise fehlerfrei. So etablieren sich unsere inneren Antreiber und unser innerer Kritiker. Die anfangs äußere Kritik wird mehr und mehr zur inneren Stimme, mit der wir uns selbst tadeln und angreifen: „Wie konnte ich nur so deppert sein!?“ „Ich bin einfach unfähig.“ „Ich bin so blöd!“ Und wir werden zornig auf uns selbst, werten uns ab und machen uns runter.

 

Dabei übersehen wir etwas ganz Essentielles.

Fehler als Chance nutzen

Vor allem durch Fehler lernen wir! Trial and Error. Versuch und Irrtum.

 

Jegliche Forschung basiert auf diesem Prinzip. Es werden Hypothesen aufgestellt, die sich als richtig oder falsch erweisen. Daraus ergeben sich die weiteren Schritte. Schon als Kinder erforschten wir auf diese Weise unsere gesamte Umwelt! Wir probierten etwas aus und das hat sich entweder als wirkungsvoll erwiesen, oder eben nicht. So lernen wir und entwickeln uns. Warum sollte das jemals aufhören!? Dieses Prinzip funktioniert immer, unser ganzes Leben lang. Es ist nicht nur für uns hilfreich, sondern eine Strategie, mit der sich alle Lebewesen auf der Erde ständig weiterentwickeln.

 

Denn aus dem FEHLER werden HELFER!

 

Wir leben in einem System, das sich auf das Negative, auf das Problem fokussiert. Zeitgleich sucht es auch mit Vorliebe nach einem möglichen „Schuldigen“. Deshalb möchte ich dich einladen, jetzt - Hier und Heute – eine andere Brille aufzusetzen. Den Blick auf das zu lenken, was hilfreich ist. Nämlich auf die Erkenntnis, die einem „bösen“ Fehler immer entspringt und auf die mögliche(n) Lösung(en), die damit einhergehen. Statt zu versuchen mit dem Kopf durch die Wand zu brechen, an die du angelaufen bist, schau dich um:

 

>Das hat nicht funktioniert. Welche Optionen habe ich noch? Was Hilfreiches kann ich hier gerade lernen?!<

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